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Überblick

Dieser Teil der Dokumentation richtet sich an Administrator:innen und Prozessverantwortliche. Er beschreibt, wie Sie ProcessFlow über die Web-Oberfläche einrichten und betreiben: Benutzer und Rechte, Geräte, Flows und die Anbindung an Ihre Systeme.

Bevor Sie mit den einzelnen Aufgaben beginnen, hilft ein Blick auf das Gesamtbild: aus welchen Teilen ProcessFlow besteht, wie die Web-Oberfläche aufgebaut ist und in welcher Reihenfolge Sie ein neues System startklar machen.

Eine ProcessFlow-Installation besteht aus drei Teilen, die zusammenarbeiten. Alle drei laufen in Ihrer eigenen Infrastruktur (On-Premise).

  • Backend-Dienst — das Herzstück. Der Backend-Dienst hält die Datenbank, führt die Flows aus, verwaltet Benutzer und Geräte und stellt die Schnittstellen zu Ihren Systemen bereit (REST, MQTT, OPC UA und weitere). Alles, was Sie in der Web-Oberfläche einstellen, wird hier gespeichert und ausgeführt.
  • Web-Oberfläche — die Administrationsoberfläche im Browser. Hier arbeiten Sie: Sie legen Benutzer an, registrieren Geräte, bauen Flows im grafischen Editor und behalten den Betrieb im Blick. Die Web-Oberfläche ist der Gegenstand dieses Handbuchs.
  • Geräte-App — die Anwendung auf den Scannern und Tablets am Shopfloor. Auf ihr erfassen die Werker Daten, geführt durch die Flows, die Sie freigegeben haben. Die Bedienung der App beschreibt das Anwenderhandbuch.

Die Web-Oberfläche gliedert sich über die Seitenleiste in vier Abschnitte. Die folgende Tabelle zeigt alle Menüpunkte und wofür sie da sind.

Abschnitt Menüpunkt Zweck
Überblick Dashboard Einstieg mit dem aktuellen Zustand des Systems
Prozesse Flow-Definitionen Flows anlegen, bearbeiten und versionieren
Prozesse Auslöser & Betrieb Auslöser freigegebener Flows ein- und ausschalten, Alert-Konfiguration
Prozesse Ausführungen alle Prozessausführungen einsehen, Wiederholung (Retry), Archiv, CSV-Export
Prozesse Alert-Historie versendete und fehlgeschlagene Alert-Mails (schreibgeschützt)
Geräte & Ressourcen Devices Geräte registrieren und verwalten
Geräte & Ressourcen Profile Menüstruktur für die Geräte zusammenstellen
Geräte & Ressourcen Ressourcen Verbindungen zu externen Systemen (Datenbank, SMTP, HTTP, Datei, Messaging, OPC UA, KI)
Verwaltung Konfiguration Systemeinstellungen, nach Themen in Tabs gegliedert
Verwaltung Benutzerverwaltung Benutzer und Gruppen
Verwaltung Logging Server- und Geräte-Logs einsehen, CSV-Export
Verwaltung Audit-Log fachliches Änderungsprotokoll mit Integritätsprüfung

Nach der Anmeldung landen Sie auf dem Dashboard im Abschnitt Überblick. Es ist die Startseite der Web-Oberfläche und Ihr Ausgangspunkt für den täglichen Blick auf das System. Von hier navigieren Sie über die Seitenleiste in die einzelnen Bereiche.

Diese Wörter tauchen in der Oberfläche und in dieser Dokumentation immer wieder auf. Ein kurzes Verständnis erspart später Verwirrung.

  • Flow-Definition — der Bauplan eines Ablaufs. Eine Flow-Definition wird einmal erstellt und beliebig oft ausgeführt.
  • Ausführung — eine konkrete Prozessinstanz, also ein einzelner Durchlauf einer Flow-Definition.
  • Auslöser — der Mechanismus, der eine Ausführung startet (zum Beispiel eine Erfassung am Gerät, ein REST-Aufruf oder ein Zeitplan).
  • Erfassung — der Schritt, in dem Werker am Gerät Daten eingeben.
  • Ressource — eine gespeicherte Verbindung zu einem externen System, die Flow-Schritte wiederverwenden.
  • Profil — die Menüstruktur, die einem Gerät zugewiesen wird und festlegt, welche Flows dort erscheinen.

Ein neues System richten Sie am besten in dieser Reihenfolge ein. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf.

  1. Installation — Backend-Dienst in Ihrer Infrastruktur aufsetzen und die Geräte-App auf Scannern und Tablets installieren.
  2. Erste Einrichtung — sich zum ersten Mal an der Web-Oberfläche anmelden und die Grundkonfiguration vornehmen.
  3. Benutzer und Rollen — Konten für Ihr Team anlegen und über Gruppen festlegen, wer was darf. Hier vergeben Sie auch die Start-PIN für die Geräte-Anmeldung.
  4. Ressourcen einrichten — Verbindungen zu Datenbanken, Mailserver, HTTP-Diensten und Maschinen anlegen, damit die Flows sie nutzen können.
  5. Flows erstellen — im grafischen Editor die Abläufe bauen, testen und freigeben.
  6. Geräte und Profile — Geräte per QR-Code registrieren und über Profile festlegen, welche Flows auf welchem Gerät erscheinen.
  7. Sicherheit und Datenschutz und Betrieb und Wartung — Zugriff absichern, Datensparsamkeit prüfen und den laufenden Betrieb mit Backup, Monitoring und Updates dauerhaft stabil halten.