Zum Inhalt springen

Integrationen

Diese Seite beschreibt Version 1.1. Zur neuesten Version wechseln.

Alle Anbindungen in ProcessFlow laufen über Ressourcen und die Schritte innerhalb Ihrer Flows. Eine Ressource ist eine gespeicherte Verbindung zu einem externen System; die Flow-Schritte nutzen diese Verbindung, um Daten zu lesen, zu schreiben oder Aufrufe auszulösen.

Ressourcentyp Zweck Konfiguration (Kern)
HTTP ausgehende REST- oder SOAP-Aufrufe (z. B. ERP-Schnittstellen); Operationskatalog optional per OpenAPI-Import Basis-URL, REST/SOAP, Auth (ohne/Basic/Bearer/API-Key); je Operation Methode, Pfad, Body-Vorlage; Antwort-Auswertung per JSONPath (REST) bzw. XPath (SOAP)
DB Datenbank aus Flows lesen/schreiben Host, Port, DB-Name, Benutzer, Passwort
SMTP E-Mail-Versand aus Flows und Alert-Mails Host, Port, Benutzer, Passwort, StartTLS/SSL
FILE Datei-Import (überwachter Ordner als Flow-Start) und -Export (CSV/Vorlage) Speicherart lokal/SMB/FTP/SFTP, Basis-Pfad, Zugangsdaten
MESSAGING MQTT- oder JMS-Nachrichten senden/empfangen (Flow-Start per Nachricht) Protokoll MQTT/JMS, Broker-URL, Benutzer/Passwort, Client-ID
OPC UA Maschinenwerte lesen/schreiben, Flow-Start per Subscription Endpoint-URL, Security-Policy, Auth, Client-Zertifikat, Server-Zertifikat-Pinning
AI KI-Funktionen (KI-Task im Flow, Assistenten, Spracherfassung) Anbieter, Basis-URL, Modell, API-Schlüssel, Budget

Die HTTP-Ressource ruft externe Web-Schnittstellen auf – REST (JSON) oder SOAP (XML).

  • Basis-URL und Art (REST/SOAP) festlegen.
  • Authentifizierung: ohne, Basic, Bearer oder API-Key.
  • Je Operation definieren Sie Methode, Pfad und – falls nötig – eine Body-Vorlage.
  • Die Antwort werten Sie per JSONPath (REST) bzw. XPath (SOAP) aus und übernehmen Werte in den Flow.
  • Ein OpenAPI-Import kann den Operationskatalog optional automatisch befüllen.

Lesen und schreiben Sie Daten direkt aus Flows.

  • Konfiguration: Host, Port, DB-Name, Benutzer, Passwort.
  • Offiziell unterstützt: PostgreSQL.

Versendet E-Mails aus Flows und dient als Grundlage für Alert-Mails.

  • Konfiguration: Host, Port, Benutzer, Passwort.
  • Verschlüsselung per StartTLS oder SSL.

Der Task E-Mail senden kann Anhänge auf zwei Arten mitschicken:

  • Platzhalter-Anhang — der Inhalt kommt aus einem Feld eines Vorgänger-Tasks (z. B. ein aufgenommenes Foto) und ist bei jedem Durchlauf anders.
  • Datei-Anhang — eine einmal hochgeladene Datei (z. B. AGB, Prüfanweisung, Formular, Sicherheitsdatenblatt), die bei jedem Versand unverändert mitgeht. Der Editor zeigt Dateiname und Größe; die Datei liegt auf dem Server, nicht in der Flow-Definition.

Beide Arten lassen sich in einer E-Mail mischen. Es gelten Größengrenzen (Standard: 10 MB pro Datei-Anhang beim Hochladen, 25 MB Anhänge gesamt pro E-Mail beim Versand; serverseitig konfigurierbar) — bei Überschreitung erhalten Sie eine klare Fehlermeldung.

Datei-Anhänge folgen dem Flow-Lebenszyklus: Eine neue Version oder ein Duplikat übernimmt die Dateien automatisch, der Export als .pf-Datei enthält sie, und beim Speichern des Flows räumt das System nicht mehr verwendete Dateien auf.

Für den Austausch über Dateien – als Flow-Start (Import) oder als Ausgabe (Export).

  • Import: Ein überwachter Ordner startet automatisch einen Flow, sobald eine Datei eintrifft.
  • Export: Ausgabe als CSV oder nach Vorlage.
  • Speicherart: lokal, SMB, FTP oder SFTP; dazu Basis-Pfad und Zugangsdaten.
  • SFTP prüft den Host-Key gegen known_hosts.

Sendet und empfängt Nachrichten über einen Message-Broker; eine eingehende Nachricht kann einen Flow starten.

  • Protokoll: MQTT oder JMS.
  • Broker-URL: tcp://… unverschlüsselt bzw. ssl://… für TLS.
  • Dazu Benutzer/Passwort und eine Client-ID.

OPC UA (Kommunikationsstandard in der industriellen Automatisierung) liest und schreibt Maschinenwerte; eine Subscription kann einen Flow starten.

  • Endpoint-URL: opc.tcp://….
  • Security-Policy: u. a. Basic256Sha256.
  • Auth: anonym oder mit Benutzer.
  • Zertifikate: eigenes Client-Zertifikat (PKCS#12) sowie Server-Zertifikat-Pinning.

Grundlage für KI-Tasks im Flow, die Assistenten und die Spracherfassung.

  • Anbieter: Anthropic, OpenAI oder OpenAI-kompatibel (auch selbst gehostet).
  • Konfiguration: Basis-URL, Modell, API-Schlüssel und ein Budget.

Neben den überwachten Ordnern, MQTT/JMS-Nachrichten und OPC-UA-Subscriptions gibt es zwei weitere Wege, Flows von außen zu starten:

  • REST-Start über die öffentliche URL – ein Flow lässt sich unter /public/flows/{uuid}/v{n}/start bzw. .../startAndWait starten; v{n} ist dabei die Schnittstellenversion des REST-Starts, nicht die Flow-Version. Abgesichert wird der Aufruf über den Header X-API-Key. Den Schlüssel erzeugen Sie je Flow-Gruppe in der Web-Oberfläche; für noch nicht freigegebene Versionen gibt es einen separaten Test-Schlüssel.
    • Bei der Freigabe: Hat ein Flow mit REST-Start noch keinen Produktiv-API-Key, bietet der Freigabedialog an, den Schlüssel direkt mitzuerzeugen – er wird dabei einmalig angezeigt; kopieren Sie ihn sofort. Eine Freigabe ohne Schlüssel ist möglich, der öffentliche Endpunkt bleibt dann aber inaktiv.
    • Aufruf-Informationen und Schlüssel: Für einen laufenden Flow öffnen Sie unter „Auslöser & Betrieb“ über die Schaltfläche „REST-Endpunkt & API-Key“ der Zeile einen Dialog mit allen Aufruf-Informationen: Endpunkt-URL, HTTP-Methode, den Header X-API-Key, das Beispiel-Format der Eingaben (JSON-Body bzw. Query-Parameter) und einen vollständigen Beispiel-Aufruf (cURL). Im selben Dialog erzeugen Sie jederzeit einen neuen API-Key (Berechtigung „Flows bearbeiten“). Ein bereits vorhandener Schlüssel wird damit sofort ungültig – stellen Sie alle externen Aufrufer auf den neuen Schlüssel um. Auf demselben Weg erzeugen Sie auch den ersten Schlüssel eines ohne API-Key freigegebenen Flows.
    • Stabile Adresse: Die URL bleibt bei neuen Freigaben unverändert, solange sich die Schnittstelle des REST-Starts (Eingabefelder, HTTP-Methode, Antwortmodus) nicht ändert. Erst bei einer Schnittstellenänderung vergibt die Freigabe eine neue Schnittstellenversion – der Freigabedialog warnt dann ausdrücklich; stellen Sie in diesem Fall externe Aufrufer auf die neue URL um. Aufrufe mit einer veralteten Schnittstellenversion lehnt der Server mit HTTP 409 ab; die Antwort nennt die aktuell gültige Version.
  • Zeitplan-Start – cron-artige Auslöser für wiederkehrende Abläufe, mit einer Nachhol-Regelung nach Ausfallzeiten.

Die Verschlüsselung hängt am Secret JASYPT_ENCRYPTOR_PASSWORD aus der Installation. Geht dieser Wert verloren, müssen die Zugangsdaten neu eingegeben werden.

Ein ERP schließen Sie über die generischen Bausteine an. Üblich sind diese Muster:

  • REST/SOAP-API des ERP: HTTP-Ressource plus API-Aufruf im Flow.
  • Zwischendatenbank: DB-Ressource auf eine Austausch-Datenbank.
  • Dateiaustausch: FILE-Ressource über SMB oder SFTP.
  • Message-Broker: MESSAGING-Ressource (MQTT/JMS).

Welches Muster passt, hängt davon ab, welche Schnittstellen Ihr ERP anbietet. Wie Sie die Ressourcen dann im Ablauf verwenden, zeigt Flows erstellen.